GLÜHWÜRMCHEN UND FLEDERMÄUSE MIT REGEM ZUSPRUCH

Abends angenehme 27 Grad C, ca. 110 Besucher/-innen, darunter viele Kinder, motivierte Mitarbeiter der Masgeik-Stiftung und des Naturparks Nassau. So war die Situation abends im b-05, bevor die kostenlose Unternehmung „Fledermäuse treffen Glühwürmchen“ startete.

Die Einbeziehung des Publikums war ein wichtiges Ziel dieser abendlichen Veranstaltung. Die Suche von Glühwürmchen mittels Schaufel im lockeren Erdreich misslang erwartungsgemäß, die Tafelzeichnung eines Glühwürmchens, fortan Leuchtkäfer genannt, verbesserte sich zusehends: Käfer, dreigliedriger Körper, Flügel beim Männchen und flügellose Weibchen wurden erläutert. Mit chemischer Biolumineszenz wird ein „kaltes„ und auch abschaltbares Leuchten auf der Hinterleibsunterseite erzeugt. Frische bis feuchte Wälder und Wiesen sind der Lebensraum für schneckenfressende Larven und die Käfer; hier schien der Bereich in und um b-05 ein idealer Lebensraum zu sein.

Auch die Fledermäuse wurden interaktiv bearbeitet: Arten, Jahresrythmus, Körperbau und Jagdstrategien. Wegen der für uns Menschen nicht hörbaren Ultraschalllaute ist ein Entdecken der nachtaktiven Tiere nicht ganz einfach. Ultraschalldetektoren wandeln die hochfrequenzigen Laute, die der Orientierung und dem Beutefang dienen, in hörbare Töne um.

Gegen 22.00 Uhr wurde ein kleiner Rundgang gestartet. Schon um 22.07 Uhr waren die ersten tackernden Töne am Detektor zu hören. Zwergfledermäuse wurden fortan wiederholt gehört und auch im Dämmerlicht bei ihren Jagdflügen gesehen.

Ein Blick in den schon dunklen Wald faszinierte Kinder und Erwachsene gleichermaßen einige Minuten später: die ersten fliegenden Leuchtkäfer. Schnell wurde ein fliegendes Männchen mit Vorsicht gefangen und in einem Insektenröhrchen gezeigt. Kleine Käfer mit Leuchtzellen auf der Hinterleibsunterseite. Es wurden immer mehr Käfer, die lautlos durch den Wald und über die Wiese schwebten; ein tolles und faszinierendes Naturerlebnis.

Jeder Teilnehmer erhielt als Andenken zum Abschluss einen Fledermausstempel auf Unterarm und Papierkärtchen.

Manfred und Ursula Braun sowie Stefan Eschenauer dankten allen Teilnehmern und diese wiederum sparten nicht mit Applaus. Es war ein gut gelungener Abend, bei dem auch zeitlich alles gepasst hat. 

Auf ein Neues an anderer Stelle im kommenden Jahr, denn der Flug der Glühwürmchen endet nun bald!


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