Bericht zu umfänglichem Streuobstprojekt der Aktion Grün der Stiftung und Partner liegt vor
mehrFebruar 2018 | Die Schwarzerle
Aussehen
Die Pflanze des Monats Februar ist ein meist einstämmiger bis 25 m hoher sommergrüner Laubbaum. Zu Beginn ist die junge Borke der Schwarzerle kahl olivgrün, bis sie sich im Laufe der Zeit dunkel verfärbt und sich stark zerklüftete Längsrisse bilden. Neben der auffälligen Borke sind Schwarzerlen gut an ihren ovalen bis rundlichen grünen Blättern mit gezähnten Rand zu erkennen. Sie sehen den Blättern der Haselnuss sehr ähnlich, mit der die Schwarzerle auch nah verwandt. Im Spätsommer und Herbst sind die Schwarzerlen des Weiteren gut an den schwarzen kleinen Fruchtzapfen zu erkennen.
Verbreitung und Standortansprüche
Die Schwarzerle (Alnus glutinosa) hat ein großes europäisches Verbreitungsgebiet und besiedelt einen Teil Westrusslands bzw. Westasiens. Im Norden Europas kommt sie bis Mittelskandinavien vor. Sie ist der Charakterbaum der Weichholzaue und daher an fast jeden Bachlauf, Fluss- oder Gewässerufer zu finden. Neben manchen Weidenarten kann die Schwarzerle von den heimischen Baumarten die meiste Bodennässe vertragen, so dass sie auf staunassen Böden wie z.B. in Bruch- und Sumpfwäldern, Quellmulden oder wie erwähnt entlang der Gewässerränder bestandsbildend ist.
Vermehrung
Genauso wie bei der Haselnuss und der Birke sind die Blütenstände der Schwarzerle eingeschlechtig, dass bedeutet, dass im Frühjahr in milden Wintern bereits ab Mitte Februar sich die männlichen Kätzchen bilden, wie man sie von der Haselnus und der Birke kennt. Nach der Ausprägung der Kätzchen reifen im März und April die weiblichen Blütenstände bzw. Zapfen heran aus denen nach der Befruchtung dann die winzigen Früchte als schmal geflügelte Nuss herausfallen und durch den Wind verbreitet werden. Die schwarzen Fruchtzapfen sind wichtige Nahrungsgrundlage für etliche Vögel und Säugetiere, wie z.B. den namensgleichen Erlenzeisig, Stieglitz und Birkenzeisig.