Tagaktive Schönheiten im b-05

Häufige Tagfalterarten, wie der Gemeine Bläuling, das Große Ochsenauge oder der Braunkolbige Dickkopffalter standen ebenso im Fokus einer naturkundlichen Wanderung im Kunst-Kultur-Natur Forum b-05 bei Horressen, wie die dort selten vorkommenden Schmetterlingsarten. Eingeladen zu der Schmetterlingsexkursion hatten der Kunstverein des b-05 zusammen mit dem Naturpark Nassau sowie der Will und Liselott Masgeik-Stiftung aus Molsberg und über 40 Naturinteressierte waren der Einladung gefolgt. Im ehemaligen Munitionsdepot Horressen dem heutigen b-05 findet sich eine ganz besondere Schmetterlingsgesellschaft vor, die sich von vielen Offenlandlebensräumen im restlichen Westerwald deutlich abhebt. Durch die langjährige militärische Nutzung und die damit verbundene Freistellung des Geländes sowie den Verzicht zur Düngung konnten sich besonders im amerikanischen Südteil des Geländes einzigartige Magerwiesen und Heideflächen entwickeln. Dieser Biodiversitätsschatz konnte auch nach der Aufgabe der militärischen Nutzung im b-05 durch weitergeführte Entbuschungsmaßnahmen des Kunstvereins und die anschließenden naturschutzfachlichen Pflegemaßnahmen erhalten werden. Der immense Artenreichtum von besonders vielen krautigen und blütenreichen Pflanzenarten sowie Bäumen und Sträuchern, bietet den unterschiedlichsten Schmetterlingsarten Futter für deren Raupen. So konnten die Teilnehmer unter der Führung des Naturschutzreferenten Dipl.-Biol. Philipp Schiefenhövel Schmetterlinge des Großen Perlmutterfalters, des Argusbläulings oder den seltenen Kleinen Schillerfalter bewundern. Die Raupen des Großen Perlmutterfalters ernähren sich beispielsweise von verschiedenen Veilchenarten im b-05, während die Raupen des Wachtelweizen-Scheckenfalters vor allem an Spitzwegerich und den fünf verschiedenen Ehrenpreisarten des b-05 fressen. Die große Blütenpracht von Brombeere, verschiedenen Flockenblumen, Wasserdost, Wilder Oregano und den zahlreichen Distelarten dienen wiederrum den Faltern dieser beiden Arten sowie vielen weiteren wie dem Kaisermantel, dem in diesem Jahr stark vorkommenden Distelfalter, dem Tagpfauenauge, dem Admiral u.v.m. als Nektarquelle. Eine Besonderheit des b-05 sind die großen Vorkommen des Argusbläulings und das sporadische Auftreten des Kleinen und Großen Schillerfalters. Während dem Exkursionsleiter vom Argusbläuling etliche Individuen ins Fangnetz gingen, blieb der Fang des Kleinen Schillerfalters ebenso eine Ausnahmeerscheinung im Rahmen der Exkursion wie der schnelle Überflug der Schwesterart des Großen Schillerfalters. Insgesamt konnten allein an diesem Vormittag über ein Dutzend der insgesamt 27 verschiedenen Tag- und Dickkopffalter des b-05 beobachtet und demonstriert werden. Dies ist besonders im Hinblick auf das bislang recht schlechte Schmetterlingsjahr beachtlich und zeigt einmal mehr, die überregionale Bedeutung dieses Kleinods auf der Montabaurer Höhe.


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