Naturkundliche Abend im b-05

Ausgehend vom Cafe im b-05 bei Horressen machte sich am vergangenen Wochenende eine Schar von 25 Naturinteressierter geführt von den Naturexperten Manfred und Ursula Braun auf einen abendlichen Rundweg um die Natur des ehemaligen Munitionsdepots zu erkunden. Eingeladen zu dem naturkundlichen Abend hatte die Will und Liselott Masgeik-Stiftung zusammen mit dem Naturpark Nassau und dem Kulturverein des b-05. In seiner charmant lustigen und lockeren Art entführte Manfred Braun die Gruppe in einen Abend, bei dem es galt die Sinne für die abendlich singenden Vogelstimmen, schnell vorbeihuschende Fledermäuse und die im b-05 vorkommenden Bäume, Sträucher und sonstige Pflanzen zu schärfen. So erläuterte der stellvertretende Vorsitzende der Masgeik-Stiftung spielerisch die Unterschiede zwischen Sommer- und Winterlinde, ging auf die Samenentwicklung und dessen Flug von Salweiden oder die Blättercharakteristik von Eberesche, Feldahorn und vielen weiteren Baumarten des b-05 ein. In regelmäßigen Abständen wurde den verschiedenen Vogelstimmen gelauscht. Ob es der auf der Offenfläche singende Fitis oder sein Verwandter der Weidenlaubsänger, der besser als Zilpzalp bekannt ist, war oder das unverpaarte Männchen des Buchfinks bzw. der Mönchsgrasmücke, die aus den Gebüschen und dem angrenzenden Waldlebensräumen ihr Lied zum Besten gaben. Auch das Rotkehlchen war unter den insgesamt fünfzehn verschiedenen Vogelarten immer wieder vertreten und präsentierte sein Abendgesang der Exkursionsgruppe bis in die Dämmerung hinein. Nachgeahmt durch Manfred Braun lies es sein etwas melancholischen Gesang erklingen, während der Waldkauz nun im Frühsommer mit der Fütterung seiner Jungen beschäftigt ist und so auf die Lockrufe aus der Pfeife von Braun nicht reagierte. Höhepunkt der Veranstaltung neben den zahlreichen Anekdoten und Wechselgesprächen des Exkursionsleiters mit seinen Zuhörern war dann die in der Dämmerung fliegenden Waldschnepfen. Gleich vier Mal konnte die selten gewordene Limikolenart an diesem Abend mit ihrem hohen Doppelruf am Abendhimmel beobachtet werden. So nutzt die in feuchten Wäldern lebende und bodenbrütende Vogelart die Offenfläche des b-05 mit dem anschließenden Biebrichsbachtal im Mai und Juni für ihre abendlichen Balzflüge. Die Beobachtung dieses Ereignisses wird genauso, wie die vielen Informationen des Abends dem einen oder anderen Teilnehmer noch lange in Erinnerung bleiben.


Spielerisch erklärt Manfred Braun verschiedene Tiere und Pflanzen, die im b-05 beheimatet sind


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