Frühling im b-05

Der Frühling hat Einzug in das ehemalige Munitionsdepot b-05 bei Horressen auf der Montabaurer Höhe genommen und mit großen Schritten und den steigenden Temperaturen geht es auf den Frühsommer zu. Das kräftig grüne Blätterdach der Laubbäume schließt sich bereits, Schmetterlinge fliegen umher und die meisten heimischen Vogelarten sind vollends mit ihrem Brutgeschäft beschäftigt. Diese Eindrücke galt es im Rahmen der Frühlingswanderung im b-05 einzufangen, zu der die Will und Liselott Masgeik-Stiftung aus Molsberg alle Naturinteressierte zusammen mit dem Naturpark Nassau und dem Verein des b-05 eingeladen hatte. "Die warmen Temperaturen bereits Ende Februar und im gesamten März hatten die Frühjahrsboten, wie Schneeglöckchen, Lerchensporn und Scharbockskraut sehr früh aus den Boden sprießen lassen" so Naturschutzreferent Philipp Schiefenhövel, der die Wanderung durchs b-05 leitete. Diese sogenannten Geophyten speichern im Herbst ihre Nährstoffe in unterirdischen Speicherorganen ein und so können sie im Frühjahr mit der Kraft aus ihren Zwiebeln wie beim Schneeglöckchen, den Wurzelknöllchen des Scharbockskrautes oder dem verdickten Wurzelrhizom beim Buschwindröschen schneller durchstarten als dies ihre Verwandten schaffen, die aus einfachen Wurzelgeflechten oder Samen emporwachsen. Genauso schnell, wie sie nach dem Winter aus dem Boden kommen ist die Pracht der Frühjahrsgeophyten vor dem Erscheinen des Blätterdachs der Waldbäume aber auch bereits wieder vorbei. Wie auch in diesem Frühjahr erscheinen viele Frühjahrsboten durch die klimatischen Veränderungen immer früher im Jahr und mit Ihnen manche Tiere wie z.B. der Zitronenfalter der als im Spätherbst entwickelter Schmetterling bei uns überwintert. Anders sieht es beim Aurorafalter aus, der sich den Teilnehmer auf der Runde durchs b-05 zeigte. Dieser Schmetterling schlüpft meist in der Zeit wenn das Wiesenschaumkraut blüht aus seiner Puppe und  ist so als einer der ersten frisch geschlüpften Schmetterling im Frühling unterwegs. Nach dem warmen Start im Februar und März legte der Frühling im April erneut eine Pause mit regnerischen und kalten Wetter ein. Hierdurch blieben viele zu uns zurückkommende Zugvögel länger in ihren Überwinterungsgebieten, so dass sich durch diesen sogenannten "Zugstau" berühmte Frühlingsboten wie die Rauch- und Mehlschwalben oder auch der Hausrotschwanz erst Ende April gar Anfang Mai in den meisten Westerwälder Dörfern zeigten. Frühlingssänger wie der Buchfink, das Rotkehlchen, der Fitis oder turtelnde Ringeltauben konnten im Rahmen der Wanderung dafür sehr deutlich bei Ihren Balzgesängen belauscht werden. Auch die Fledermäuse hatten ihre Winterquartiere in einigen der extra dafür umgebauten Schutzbunkern des b-05 bereits verlassen, wusste Stefan Eschenauer, Naturparkreferent des Naturpark Nassau zu berichten. Nach zwei kurzweiligen Stunden mit vielen frühlingshaften Eindrücken aus der heimischen Tier- und Pflanzenwelt kehrte die Gruppe an den Ausgangspunkt zurück, wo der/die eine oder andere Teilnehmer*in die Zeit im Cafe des b-05 ausklingen ließ. 


Frühlingswanderung im b-05. Foto | Masgeik-Stiftung


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