2018.03.11 Spechtwanderung

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Zu früher Stunde trafen sich am 11. März rund zwanzig Naturinteressierte, um mehr über das Leben unserer heimischen Spechte zu erfahren. Der NABU hatte den Diplombiologen Philipp Schiefenhövel von der Will & Liselott Masgeik Stiftung als Exkursionsleiter gewinnen können. Nach der Begrüßung durch den Leiter des Forstreviers Gebhardshain Ralf Hoß wurde zunächst auf verschiedene Besonderheiten dieser faszinierenden Vögel eingegangen. Warum bekommt der Specht bei seiner Arbeit am Holz keine Kopfschmerzen? Wozu braucht er eine Zunge, die je nach Art genauso lang wie der gesamte Vogel ist und wie verstaut er diese anatomische Besonderheit? Dann waren alle gespannt, welche der sieben bei uns vorkommenden Arten sich in dem von alten Mittelwaldeichen geprägten Waldstück bestätigen lassen würden, das für die Exkursion ausgewählt worden war. Schon nach kurzer Zeit fanden sich zahlreiche Alteichen mit Höhlen des Mittelspechtes, dessen quäkender Ruf nicht lange auf sich warten ließ. Durch den Einsatz einer Lockpfeife gelang es , den eher unbekannten kleinen Vetter des Buntspechtes näher an die Gruppe zu ködern, so dass die Teilnehmer ihn gut beobachten konnten. Auf dem weiteren Rundgang waren ebenso Bunt- und Grünspecht zu hören und durch den Fund einer Schwarzspechthöhle an einer Buche, konnte auch der größte Specht unserer Wälder nachgewiesen werden. Am Ende der rund zweistündigen Veranstaltung wurde deutlich, welch beeindruckende Artenvielfalt in den erkundeten alten Eichenwäldern, die sich im Eigentum der Waldinteressenten Schönstein befinden existiert und das eine behutsame wirtschaftliche Nutzung und Naturschutz nicht im Gegensatz zu einander stehen. Ein herzliches Dankeschön galt daher auch den Gastgebern, vertreten durch Waldvorsteher Markus Rödder und den „Chronisten“ der Waldberechtigten zu Schönstein Uwe Büch, der den spannenden Vormittag für die Nachwelt dokumentierte. Viele der Teilnehmer werden zukünftig bei ihren Wanderungen im Wald sicherlich des Öfteren einen Aha-Effekt haben, wenn sie erkennen, wer da ruft oder seine Höhle gezimmert hat.


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