2018.02.22 Naturschutz im Garten

Den eigenen Garten naturnah und naturschutzverträglich zu bewirtschaften und zu nutzen stößt in Zeiten, in denen viel über den Rückgang der Insekten und Vögel und über den Einsatz von Glyphosat berichtet wird, auf ein reges Interesse. So war die Vortragsveranstaltung „Naturschutz im Garten“ der Will und Liselott Masgeik-Stiftung aus Molsberg mit weit über 60 Zuhörern gut besucht. Der Referent des Abends Dipl.-Ing. Agr. Robert Frick aus Koblenz berichtete zunächst über die verschiedenen Formen des Naturgartens, bevor er tiefer in die Materie eintauchte. Hier stellte er verschiedene Strukturelemente, wie Trockenmauern, Totholzhaufen, blütenreiche Hochstaudenfluren oder Bienenweiden vor. Er verwies darauf, dass die Maßnahmen den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden müssen und bei der Auswahl der Pflanzen der jeweilige Standort entscheidend ist. Dennoch nannte er Beispiele wie die Wilde Karde, die Königskerze oder die Goldschafgarbe als generell geeignete Bienenweiden oder den Schmetterlingsflieder, Echinacea, den Wilden Oregano oder einfach eine verwilderte Ecke mit Brennesseln als wertvolle Schmetterlingspflanzen. Auch die Gartenteichgestaltung oder der Bau von Nistkästen, Insektenhotels, Igelburgen oder sonstige Maßnahmen um Nützlinge im Garten zu fördern wurden von ihm beleuchtet. Auch der Obstbau, die Pflanzung von Beerensträuchern sowie der klassische Nutz- und Gemüsegarten können mit deren Vielfalt an verwendeten Pflanzenarten die Artenvielfalt fördern und im heimischen Garten erhöhen. Bei der Verwendung nicht einheimischer Gehölze und anderer Pflanzen warb der praktizierende Berufslehrer und studierte Landschaftsgärtner um mehr Gelassenheit. Oft sei es eine Frage der Zeitspanne, welche Arten man wirklich als heimisch bezeichnet. So werden gern angepflanzte Arten des traditionellen Bauerngartens, wie Buddleja, die Sonnenblume oder auch die Nutzpflanzen Kartoffel oder Tomaten oft als heimische Arten eingeschätzt, die aber alle ursprünglich nicht aus Deutschland stammen und auf unterschiedlichen Wegen z.B. durch die Römer und deren Gartenbewirtschaftung zu uns gefunden haben. Zuletzt erläuterte Frick worauf bei der Bodenpflege, der Düngung und dem Pflanzenschutz in einem naturnahen Garten zu achten sei. Angeregt von den umfangreichen Ideen, wie man Naturschutz im eigenen Garten bewerkstelligen kann, fand im Anschluss an den Vortrag eine rege Diskussion mit den Zuhörern statt. Abschließend bedankten sich Hella Weigand und Philipp Schiefenhövel von der Masgeik-Stiftung bei Herrn Frick mit einer kleinen Auswahl stiftungseigener Apfel- und Obstgartenprodukte und wünschten allen Zuhörern und Gartenbesitzern einen guten Start in die Gartensaison.


Referent Dipl.-Ing. Agr. Robert Frick (rechts) erläutert den naturnahen Gartenbau


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