November 2016 | Der Frostspanner

Seinen Namen hat das Tier des Monats November erhalten, weil seine Falter mit den ersten Frosttagen erscheinen und so zurzeit abends an unseren Fensterscheiben und bei abendlichen Fahrten durch Wälder im Lichtkegel zu beobachten sind. Allerdings wird man hier stets nur die Männchen des Kleinen Frostspanners antreffen, denn die Weibchen dieser Nachtfalterart sind flugunfähig. Sie sind deutlich kleiner als die Männchen und unscheinbar graubraun gefärbt. Die Männchen haben eine Flügelspannweite von 20-25 mm und besitzen hellbraun bis braunrötliche Flügel mit feinen Zackenbinden. Wenn die Falter gegen Ende Oktober aus ihren Puppen in Bodennähe schlüpfen, krabbeln die flugunfähigen Weibchen an den Stämmen von Eiche, Buche, Hainbuche, Ahorn und vor allem Obstbäumen empor. Hier warten bereits die umher fliegenden Männchen um sich mit den Weibchen zu paaren. Die Falter des Kleinen Frostspanner werden meist nur wenige Tage alt. Ihr Saugrüssel ist stark zurückgebildet und eine Nahrungsaufnahme durch die kurze Lebensdauer unwichtig geworden. Die einzige Aufgabe der Falter besteht in der Fortpflanzung, die durch das zeitgleiche Erscheinen der Falter, ausgelöst durch die ersten Frostnächte, bestens abgestimmt ist. Den Winter überdauert der Frostspanner in den Eier, die das Weibchen in der Nähe der Blattknospen ablegt. Je nach Witterung schlüpfen ab Mitte April die Jungraupen und beginnen sofort die frischen Knospen und Blätter ab zu fressen. Ende Juli lassen sich die Raupen zu Boden fallen, wo sie sich bis zum ersten Frost in ihre Puppe zurückziehen. In manchen Jahren kommt es zu Massenvorkommen des Frostspanners wodurch die Raupen erheblichen Fraßschaden vor allem an heimischen Obstbäumen verursachen. Durch das Anbringen von Leimringen vor der ersten Frostperiode kann man Obstbäume vor dem Frostspanner schützen. Die Leimringe müssen eng am Stamm und auch an den Stützpfählen anliegen nur so verhindern sie das Emporklettern der flugunfähigen Weibchen in die Krone der Obstbäume. Wenn die Weibchen an den Leimringen kleben bleiben, legen sie oft alle ihre Eier ab. Deshalb ist es unumgänglich die Leimringe bis spätestens Anfang März wieder zu entfernen um einen Befall durch schlüpfende Raupen zu vermeiden.


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