Januar 2016 | Die Haselnuss

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Die noch nicht ganz reife Frucht | ©shutterstock

Die „Gemeine Haselnuss“ ist eine der ersten blühenden Pflanzen des Jahres. Im Winter ist der vielstämmige bis zu 6 m hohe Strauch an seinen dunkel-glänzenden Ästen mit hellen Korkwarzen zu erkennen, die meist wenig verzweigt sind. Die Winterknospen sind eiförmig, etwas zusammengedrückt und am Rand fein bewimpert. Nach den ersten warmen Wintertagen bilden sich, lange Zeit vor dem Blattaustrieb, die männlichen Kätzchen mit den Pollenanlagen. Erst ab Anfang April entwickeln sich die 7-10 cm langen und 6 cm breiten Blätter der Haselnuss. Diese sind grob gezahnt, mit einer behaarten Unterseite und laufen meist in drei feinen Spitzen aus. Die Blattbasis der Hasel ist im Gegensatz zu den ähnlich aussehenden Blättern der Bergulme meist symmetrisch ausgeprägt und der Rand der Haselnussblätter ist weniger gezahnt als es bei den ähnlichen meist kleineren Blättern der Hainbuche der Fall ist. Die bis zu 10 cm langen, gelblichen Kätzchen, geben schon früh im Jahr ihren Blütenstaub in großen Mengen ab, was bei vielen Allergikern den ersten Allergieschub eines Jahres verursacht. Des Allergiker Leids ist jedoch des Bienen Freuds: So nutzt die Honigbiene den Pollen der Hasel als erste wichtige Nahrungsquelle. Die Befruchtung der Haselnuss übernimmt jedoch der Wind, der die männlichen Pollen zu den kleinen kaminroten Narben der weiblichen unscheinbaren Blüten bringt.

Bis September entwickeln sich aus den befruchteten Blüten die einsamigen Nussfrüchte, die der Haselnuss ihren Namen gegeben haben. Auf Grund ihres hohen Fettgehaltes, sind die Nüsse begehrte Nahrung für zahlreiche Kleinnager, wie Eichhörnchen, Hasel-, Gelbhals- oder Rötelmaus, aber auch Vögel wie Eichelhäher, Kleiber oder manche Meisenart. Durch vergessene Nüsse in angelegten Futterdepots sorgen die Tiere für eine Verbreitung der Haselnuss, die besonders gut an Waldrändern, in Heckengehölzen und auf Brachflächen wächst. Da sie auf nährstoffreichen, lehmigen Böden gut gedeiht, ist sie fast überall weit verbreitet.  


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