April 2017 | Die Sumpfdotterblume

Ihren Namen hat die Pflanze des Monats April zum einen daher erhalten, weil sie auf sumpfig nassen Standorten zu finden ist. Ihre dottergelben Blüten haben den restlichen Namenszusatz hervorgerufen. Im März sind zunächst die herzförmigen bis kreisrunden Grundblätter der Sumpfdotterblume zu finden, während sich der bis zu 50 cm lange und hohle Stängel von April bis Juni mit den gelben Blüten in den Himmel reckt. Die Sumpfdotterblume besitzt wie viele Hahnenfußgewächse fünf Kronblätter, während ihr Kelchblätter fehlen.



Die Blume wird von Fliegen, Bienen aber vor allem auch von verschiedenen Schwebfliegenarten bestäubt. Manchmal kommt es ab Juli zu einer schwachen zweiten Blütezeit. Im Normalfall bilden sich jedoch ab dieser Zeit die fünfhäusigen Balgfrüchte der Sumpfdotterblume aus. Zur Samenreife weichen die oberen Nähte der Früchte durch den Regen auf, so dass kleine Samenschüsseln entstehen. Die luftgefüllten gut schwimmfähigen Samen werden nun von den Regentropfen aus den Samenanlagen katapultiert und durch den Regen und die Wasserläufe verbreitet. Diese regenabhängige Verbreitung über den Wasserkörper erklärt die enge Bindung der Sumpfdotterblume an nährstoffreiche Nasswiesen sowie an Bachränder, feuchte Gräben aber auch Quellbereiche und Waldsümpfe. Alle Bestandteile der Pflanze des Monats April sind giftig und es wird von einer Nutzung abgeraten. In der Vergangenheit dienten die karotinhaltigen Blüten als Färbemittel für Butter und Milchspeisen. Auf Grund der zahlreichen nährstoffreichen Feuchtwiesen und der Bäche ist die Sumpfdotterblume im Westerwald noch sehr häufig. In Deutschland und auch im Westerwald ist ihr Bestand aber zunehmend durch die Nutzungsaufgabe extensiv bewirtschafteter Feuchtwiesen und die Trockenlegung von Quellbereichen und Sumpfwiesen gefährdet.


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