Die Ringelnatter

Die Ringelnatter (Natrix natrix)  
Manch ein Gartenteichbesitzer oder Spaziergänger hat sie vielleicht schon einmal zu Gesicht bekommen. Allerdings vermutlich nur für eine oder wenige Sekunden, in der die tagaktive, aber äußerst scheue Ringelnatter durch schnelle Schlängelbewegungen im Unterholz oder am Gewässerrand verschwand. Die Ringelnatter weist eine blaugraue bis schwarzgraue Grundfarbe auf, die von Tier zu Tier jedoch stark variieren kann und deshalb kein sicheres Bestimmungsmerkmal darstellt. Erwachsene Weibchen können eine Länge von bis zu 120 cm erreichen. Charakteristisch für die Ringelnatter sind zwei hinter dem Kopf befindliche halbmondförmige Flecken. Diese meist hellgelb bis orange schimmernden Flecken werden nach vorne und hinten durch schwarze Schuppenbereiche begrenzt. Ein weiteres Erkennungsmerkmal der Ringelnatter und aller anderen Nattern sind ihre runden Pupillen. Schlangen der Gattung Viper, wie z.B. die Kreuzotter oder Aspisviper haben stattdessen schlitzförmige vertikale Pupillen. Die Unterseite der Ringelnatter und vor allem ihre Kehle sind hell und mehr oder weniger stark gefleckt. Die Färbung der Bauchschuppen ist von Schlange zu Schlange unterschiedlich, so dass man mit Hilfe dieser Färbung jedes Tier individuell unterscheiden kann.

Die Ringelnatter (Natrix natrix natrix, Linnaeus 1758) im Naturschutzgebiet „Hartenberg / Steincheswiese“ und Umgebung
von Philipp Schiefenhövel  

Im Untersuchungszeitraum 2006 bis 2009 wurde die Ringelnatterpopulation im Naturschutzgebiet „Hartenberg / Steincheswiese“ und Umgebung auf einer Fläche von 264 ha genauer untersucht. Neben zufälligen und gezielten Sichtbegehungen kamen 40 temporäre künstliche Verstecke zum Einsatz. Mit einer Dichte von 1,09 - 1,28 Schlangen pro ha wurde die Ringelnatterpopulation auf 288 bis 338 Individuen geschätzt. Die meisten Schlangen waren standorttreu. Neben einem erhöhten Weibchenanteil wies die Population einen höheren Anteil der Barrenringelnatter (N.natrix helvetica) gegenüber der Nominatform (N. natrix natrix) auf. Die Altersklassenverteilung und die Phänologie der untersuchten Population decken sich mit bisherigen Untersuchungen. Aus der Untersuchung und der Literatur wurden Schutz- und Pflegemaßnahmen für die Art abgeleitet und im Naturschutzgebiet „Hartenberg / Steincheswiese“ umgesetzt.
 


Beobachtungen von Ringelnatter im NSG Hartenberg / Steincheswiese und der Umgebung: rote Punkt = Zufallsbeobachtungen, rote Quadrate = Beobachtungen auf künstlichen Verstecken orange Quadrate = Ringelnatterfänge unter künstlichen Verstecken

Öffentlichkeitsarbeit
Das Erfassungsprojekt wird durch verschiedene Veranstaltungen, Exkursionen, Presseartikel und einen ausführlichen Beitrag vom "SWR: Im Grünen - Ringelnatterschutz im Westerwald" begleitet. Ausführlichere Informationen können Sie den hier verlinken Arbeitsbericht entnehmen.  

Die Ringelnatter im Naturschutzgebiet Hartenberg Steincheswiese (pdf, 6,8 MB)

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