Die Heuschreckem im Westerwald

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Gewöhnliche Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera)

Neben dem regelmäßigen Monitoring der Heuschreckenfauna im stiftungseigenen Naturschutzgebiet „Hartenberg / Steincheswiese“ führt die Stiftung in unregelmäßigen Abständen lokale Erfassungen zur Heuschreckenfauna im Westerwald durch. Die Zusammensetzung der Heuschreckenfauna kann wichtige Hinweise über den Zustand komplexer Ökosysteme geben. Heuschrecken reagieren teils sehr stark auf Veränderung ihrer Lebensräume und dienen als Indikatoren zur Bewertung der verschiedensten Biotope. Sie besiedeln die vielfältigsten Lebensräume vom urbanen Siedlungsraum bis hin zu empfindlichen Biotopkomplexen, wie Moore oder Trockenrasen. Anzutreffen sind sie fast überall und jeder kennt ihre teils einprägsamen „Gesänge“. Vor allem Kinder erfreuen sich beim Beobachten und Fangen dieser sprungfähigen Insektengruppe. Die Begeisterung für dieses Verhalten fließt häufig in das umweltpädagogische Programm und die Wiesenexkursionen der Stiftung ein, um die sonst eher unbekannte Gruppe der Heuschrecken den naturinteressierten Teilnehmern näher zu bringen.

Vorkommen sechs ausgewählter Heuschreckenarten entlang eines Höhengradienten im Westerwald
von Sybille Hennemann und Philipp Schiefenhövel  

Durch ihre sensiblen Reaktionen auf Umweltveränderungen sind Heuschrecken ideale Indikatoren zur Verdeutlichung der Klimaerwärmung. Bereits Anfang der 1990er Jahre beschäftigte sich FROEHLICH (1990) im damaligen Reg. Bez. Koblenz intensiv mit der Verbreitung und Gefährdungssituation von Heuschrecken. Die Höhenverbreitung der verschieden Arten war ein Bestandteil dieser Arbeit. Auch DETZEL (1998) machte in seinem umfangreichen Verbreitungsatlas für Baden-Württemberg eine Untersuchung zur Höhenverbreitung aller im Land vorkommenden Heuschreckenarten. In der aktuellen Diskussion über die schnell voranschreitenden Klimaveränderungen sind weitere Untersuchungen notwendig. Hierzu untersuchte die Stiftung sechs Gebiete im Westerwald, welche sich in verschiedenen Höhenlagen befinden im Hinblick auf die Verteilung sechs ausgewählter Heuschreckenarten. Durch die Untersuchung werden Veränderungen in der Höhenverbreitung dieser Heuschreckenarten aufgezeigt.

Vorkommen sechs ausgewählter Heuschreckenarten im Westerwald (pdf, 6,8 MB)

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