Juni 2017 | Der Schwalbenschwanz

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Zurzeit sieht man wieder Schmetterlinge verstärkt durch Gärten und Wiesen flattern. Unter Ihnen befindet sich auch ein großer, gelblicher Falter, der gerne an nektarreichen Blüten, wie dem Sommerflieder, Klee oder Disteln zu entdecken ist. Das Tier des Monats Juni besitzt eine Flügelspannweite von 5 – 7,5 cm und neben seiner gelb-schwarzen Musterung fallen vor allem eine blaue Binde und die beiden roten Augenflecken in seinen Hinterflügeln auf. Die schwarzfarbigen Schwänzchen an den Spitzen seiner Hinterflügel haben dem Schwalbenschwanz seinen Namen gegeben und besitzen eine faszinierende Schutzfunktion für den Falter. Wird der Schwalbenschwanz z.B. von einem Vogel entdeckt, versucht dieser den nahrhaften Kopf des Falters zu erwischen. Da sich die Enden der Hinterflügel beim Schwalbenschwanz durch die Schwänzchen und die roten Augenflecken als Kopf tarnen, wird der Räuber lediglich die „wertlosen“ Flügelenden des Schmetterlings erhaschen und der Falter kann entkommen.

Im Laufe eines Sommers vermag der Schwalbenschwanz bis zu drei Generationen zu entwickeln, von denen momentan die Falter der zweiten Generation zu beobachten sind. Zuvor hatten sich die dicken grün-schwarz gestreiften Raupen mit roten Punkten an verschiedenen Doldenblütlern satt gefressen, um sich im Anschluss in maximal drei Wochen zu verpuppen. Die Leibspeise der Raupen sind Pflanzen des Dills oder der Wilden Möhre.



Der Schwalbenschwanz bevorzugt nährstoffarme nicht überdüngte Wiesen oder Brachen als Lebensraum. Aber auch an Waldränder, blütenreichen Gärten und offenem Gelände kann man den Schmetterling finden. Sein Hauptvorkommen liegt im warmen Mittelmeerraum und da er sehr Wärme liebend ist, kann man ihn vor allem in warmen Sommern auch in höheren Lagen des Westerwaldes beobachten.




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