April 2018 | Feuersalamander

Feuersalamander_-_Muellen.JPG
Foto | Thomas Müllen

Aussehen
Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) hat ein unverwechselbares schwarz-gelb gestreiftes oder geflecktes Farbmuster. Die kräftig leuchtend gelben manchmal orangen Flecken weisen auf seine Giftigkeit hin, so dass der erwachsene Feuersalamander mit Ausnahme des Menschen kaum natürliche Fressfeinde hat. Hat er erst einmal den Lebensabschnitt der Larve hinter sich gelassen und sich durch die Metamorphose in den erwachsenen Schwanzlurch verwandelt kann er in Freiheit über 20 Jahre alt in Gefangenschaft sogar noch älter werden. Der erwachsene Feuersalamander kann eine Größe von 17 cm erreichen. Das Gewicht der männlichen Tiere beträgt um die 20 g und das der schwangeren Weibchen bis zu 50 g. Die Larven des Feuersalamanders weisen einen runden und breiten Kopf, einen im Vergleich zu anderen heimischen Schwanzlurchen runden Schwanz und kleine Büschelkiemen im Nackenbereich auf. Die charakteristischen gelben Flecken, an der Basis der vier Extremitäten stellen das Hauptunterscheidungsmerkmal zu anderen Amphibienlarven dar und ermöglichen eine sichere Bestimmung.

Verbreitung und Lebensraum
Der Feuersalamander kommt in Mitteleuropa bis Nordafrika, in Nord-, Zentral-, Südamerika und im mittlerem Osten, Kleinasien und der iberischen Halbinsel vor. In Deutschland besiedelt er mit Ausnahme der norddeutschen Tieflandebene vor allem feuchte Laubmischwälder der Mittelgebirge, in denen der Feuersalamander vorwiegend in einer Höhe von 200-700 m vorkommt. Er bevorzugt kühlere und schattigere Lebensräume in Laub- und Mischwäldern mit den dafür charakteristischen Waldbächen und Schluchttälern. Er ist am häufigsten an regnerischen Tagen und in der Nacht anzutreffen. Totholzstämme, Falllaub, Felspalten und kleine Erdhöhlen dienen ihm als Versteckmöglichkeiten.

Fortpflanzung und Lebensweise
Den Winter überdauert der Feuersalamander in Winterstarre in Erdhöhlen und alten Bergstollen. Im April machen sich die Weibchen des Tiers des Monats aus ihren Winterverstecken auf den Weg zur Ablage ihrer Larven in den Bächen. Hierzu suchen die Weibchen hauptsächlich kühle Waldbäche und Quellen auf, aber auch kleine Waldtümpel werden manchmal angenommen. Am häufigsten wird der Bachoberlauf mit vielen Bachstufen und kleinen Vertiefungen oberhalb der Forellenregion zur Larvenablage genutzt. Im Mittellauf der Bäche sorgen ansonsten Fische, wie Groppe, Bach- und Regenbogenforelle als wichtigste Prädatoren der Feuersalamanderlarven für eine starke Dezimierung der Larven. Sowohl die Larven als auch der erwachsene Feuersalamander ernährt sich ausschließlich von anderen Tieren, wie den Larven von Wasserinsekten, Spinnen, Asseln, Regenwürmern und Schnecken. Im Spätsommer paaren sich die ausschließlich nachtaktiven Schwanzlurche bevor sie sich im Herbst wieder in ihre Winterverstecke aufmachen, die meist nur wenige hundert Meter von den Sommerlebensräumen entfernt sind.


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